Was ist sozial?
Die Begriffsbedeutung
Das Wort „sozial“ (vom lat. socius = gemeinsam, verbündet, verbunden) bedeutet im eigentlichen Sinne das Wohl der anderen im Blickfeld zu behalten und sich nicht nur um die eigenen Belange zu kümmern. Als Antonym könnte man Egoismus anführen, der die eigene Person stets in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt ohne Rücksicht auf die Mitmenschen zu nehmen.
Sozial als Grundlage für das Zusammenleben Eine soziale Einstellung hingegen ist gekennzeichnet durch Fürsorge, Hilfsbereitschaft, Altruismus und die Fähigkeit der Empathie. Nur so kann auch eine Gesellschaft wie die unsere überhaupt bestehen.
Dieses Sozialgefüge hat es dem Menschen überhaupt erst möglich gemacht, sich in diesem Umfang zu entwickeln, wie es der Fall war. Soziale Gemeinschaft macht den einzelnen Stärker und gibt den Halt, den das Individuum braucht, um sich bestmöglich entfalten zu können. Der Mensch als soziales Wesen ist folglich angewiesen auf die wechselseitigen Bezüge als Grundbedingung des Zusammenseins.
In der Umgangssprache Umgangssprachlich gebrauchen wir den Begriff sozial auch in erweitertem Umfang. So nennen wir auch Personen, die sich für andere interessieren, sozial. Auch wird das Wort gebraucht, um etwa das Verhältnis zu Untergebenen zu beschrieben, wenn der Chef oder eine ähnlich gestellte Person sich besonders fair und gerecht verhält. Als „sozial schwach“, das hier gleich bedeutend ist für „arm“ stufen wir Menschen ein, die durch ihre eigene Leistung nicht zum Gemeinwohl beitragen können und auf Unterstützung durch andere angewiesen sind.
Ein Sozialstaat oder eine soziale Gemeinschaft zeichnet sich dann eben dadurch aus, dass sie solche Leute nicht ausgrenzt oder ablehnt, sondern sie auffängt und dafür sorgt, dass zumindest ein Existenzminimum gesichert ist. Unsozial wäre als die Umkehr dessen und asozial ist, wer losgelöst aus diesem gesellschaftlichen Verbund an dessen Rand lebt, wer es ablehnt, sich einzufügen, und letztlich als Schädling angesehen wird.