Verbindung sozial und demokratisch
War unser Jahrhundert „sozial“ und „demokratisch“?
Zugegeben, jeder, der sich ein wenig mit der Deutschen Geschichte auskennt, wird jetzt diese Frage mit nein oder unter Vorbehalten beantworten, denn schließlich gingen von unserem Boden zwei Weltkriege aus und wir erlebten eine der brutalsten, verachtungswürdigsten und grauenhaftesten Diktaturen der modernen Welt.
Aber blenden wir diese „Zeitfenster“ einmal aus (so gut das eben geht) und rufen wir uns die Stichworte ins Gedächtnis, die eine sozial-demokratische Zeit kennzeichnen (würden): Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Brüderlichkeit, Frieden zwischen den Völkern und mit der Natur und, weil sie so wichtig ist, noch einmal die Freiheit.
Ein Resümee oder eine bittere Bilanz?
Menschen, die in Deutschland leben, sind frei. Das garantiert ihnen unser Grundgesetz. Sie dürfen frei entscheiden, woran sie glauben, wen sie wählen, wie sie leben wollen und sogar, ob sie hier leben möchten. Es geht auch ziemlich gerecht in der BRD zu.
Dafür sorgen die Gerichte, die gemäß den Gesetzen Recht sprechen und Straftaten sühnen. Solidarisch sind wir ebenfalls – man siehe den Aufbau Ost oder unsere Spendenbereitschaft bei Unwettern und Umweltkatastrophen aller Art. Brüderlichkeit geht mit Solidarität einher und muss deshalb nicht extra aufgeführt werden.
Das mit dem Frieden zwischen den Völkern und mit der Natur ist dann schon eher komplex, aber bemühen wir uns nicht zumindest? Gut, auch abgehakt.
Fazit: Wir sind das Musterbeispiel einer sozialen Demokratie. Wirklich? Warum werden dann oft die Täter vor Gericht zu Opfern stilisiert? Warum sehen Menschen ohne zu helfen weg, wenn ein Schwächerer von anderen traktiert wird?
Wie kann es sein, dass unsere Soldaten im Krieg ihr Leben lassen, wenn doch Frieden auch als Stichpunkt genannt wird? Und die Frage zu Natur stellen wir nicht mehr... Es gibt also eine Menge zu tun!