Repräsentative Demokratie

 

Woher der Name kommt

In einer repräsentativen Demokratie vertreten Abgeordnete im Parlament das Volk, sie repräsentieren es. Daher hat diese Staatsform auch ihren Namen. In Deutschland ist das der Deutsche Bundestag.

Im Gegensatz zur direkten Demokratie werden in einer repräsentativen politische Entscheidungen nicht unmittelbar vom Volk beeinflusst, sondern durch dessen Vertreter. Sie treffen diese Entscheidungen und sind dabei natürlich verpflichtet, die Interessen ihrer Wählerschaft angemessen zu berücksichtigen.

Dafür wurden sie schließlich von den Bürgern gewählt. Haben sie jedoch erst einmal eine Wahl gewonnen, so können die Bürger bis zur nächsten Wahl auf die Handlungen der Abgeordneten keinen Einfluss mehr nehmen. Die Eingriffsmöglichkeiten durch das Volk sind daher recht begrenzt.

Warum repräsentieren?

Warum soll ein Volk denn Abgeordnete wählen, wenn es sich genauso gut selbst an der Politik beteiligen kann, fragen jetzt vielleicht einige. Die Probleme der direkten Beteiligung sind vielschichtig. Zum einen ist es schier unmöglich, alle Wahlberechtigten in Deutschland um ihre Meinung zu bitten, wenn eine schnelle Entscheidung getroffen werden muss.

Das Volk kann nicht an allen Punkten des tagespolitischen Geschehens beteiligt werden, weil sonst die Handlungsfähigkeit einer Nation unserer Größe stark eingeschränkt wäre. Zum anderen würde sich die Frage aufdrängen, ob überhaupt jeder Stimmberechtigte die nötigen Kenntnisse oder das vorausgesetzte Interesse hätte, sich an allen Entscheidungsprozessen in der BRD zu beteiligen.

Die Sachthemen, um die es sich oftmals in der Politik dreht, sind meist derart komplex, dass ein Laie nicht in der Lage wäre, eine kompetente Meinung abzugeben und dementsprechend verantwortungsvoll abzustimmen. Eine repräsentative Demokratie ermöglicht es also den Wählern, ein Stück der Verantwortung abzugeben und in der gleichen Gewichtung Einfluss zu nehmen.