Shopping-Gutscheine als Konjunkturanreiz?

 

Die deutsche Wirtschaft erholt sich langsam wieder, doch viele Anleger sind dennoch verunsichert: Wird der positive Trend anhalten oder steuern wir der nächsten konjunkturellen Talfahrt entgegen?

Erst vor kurzem stand in der Politik der Einsatz sogenannter Shopping-Gutscheine zur Debatte, um die Binnenwirtschaft anzukurbeln. Der Vorschlag polarisierte deutlich: Die einen sahen das Verteilen von Rabattgutscheinen als möglichen Schub für den hiesigen Konsum, andere verteufelten den künstlichen Impuls als reine Verschwendung.

Kritiker bemängelten, dass sich durch das Verteilen von Gutscheinen (z.B. 50 €) – wenn überhaupt – nur ein kurzfristiger Effekt erzielen ließe. Keineswegs jedoch ein nachhaltiger Antrieb für das schwächelnde Konsumverhalten der Deutschen.

Und obgleich es der deutschen Konjunktur wieder besser geht, wird die Idee der Gutscheine immer wieder aufgegriffen: Auch im Bildungssektor sind derartige Aktionen im Gespräch. Diese sogenannten „Bildungs-Gutscheine“ sollen finanzielle Diskrepanzen kompensieren.

Ganz gleich, in welchem Sektor Gutscheine zum Einsatz kommen sollen: Immer mehr Kritiker fordern – ähnlich wie bei vorgenannten Konjunkturgutscheinen – stattdessen umfassende Systemänderungen, die einen nachhaltigen und natürlichen Effekt erzielen.